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Soll ich meinen Mac auf macOS 11 Big Sur updaten?

Seit Anfang Oktober 2020 kann das neueste Apple Betriebssystem macOS 11 Big Sur heruntergeladen und installiert werden. Mittlerweile ist steht mit macOS 11.2 eine ausgereifte Version zur Verfügung. Wer seinen Mac beruflich nutzt, sollte trotzdem gut überlegen, ob das Update notwendig ist und folgende Hinweise beachten.
Die neue Benutzeroberfläche von macOS 11 Big Sur
Die neue Benutzeroberfläche von macOS 11 Big Sur

Wie bereits in den Vorjahren kann das Update auf die neueste Version von macOS zu Problemen führen, die vielen Anwendern nicht gleich bewusst sind. Besonders problematisch beim macOS Update: Eine Rückkehr zu einer älteren Version ist sehr aufwendig und nur dann möglich, wenn man auf ein Backup zurückgreifen kann, das unmittelbar vor dem Update erstellt wurde. Das sollte zwar selbstverständlich sein, ist aber leider in der Praxis meistens nicht der Fall.

Bei der Migration auf eine neues macOS wird zum Beispiel die Datenbank von Mail auf eine Version aktualisiert. Diese neue Version jedoch nicht kompatibel mit der alten Version von Mail, was einfache Rückkehr zum alten macOS ausschliesst. Ähnlich ist es bei Kalender, Kontakten und der Fotos App.

Automatische Updates deaktivieren

Apple fordert durch zahlreiche Hinweise im System den Anwender aktiv zum Updaten auf. Leider gibt es keine Hinweise auf die unter Umständen folgenschweren Konsequenzen für Anwender von kostenpflichtiger Software. Um ein ungewolltes Update zu verhindern, sollte man auf jeden Fall in den Systemeinstellungen die Funktion „Automatische Updates“ komplett deaktivieren oder „macOS Updates“ ausschließen.

MacOS Big Sur Update ausschliessen

Einstellungen unter „Weitere Optionen…“

Automatische MacOS Update deaktivieren
Automatische macOS Updates in den Systemeinstellenungen ausschliessen

Welche neuem Funktionen bietet macOS 11 Big Sur?

Mit der neuen Version hat Apple die Bezeichnung / Nummerierung seines Betriebssystems geändert. Seit der Einführung vom MacOS X wurde vom 10.1 bis 10.15 durchnummeriert. Die neueste Version heisst nun macOS 11 Big Sur. Dieser Schritt hängt wahrscheinlich damit zusammen, daß macOS 11 das erste Betriebsystem für die von Apple selbst produzierten ARM Prozessoren ist.

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macOS Big Sur auf dem Apple Pro Display

Aber nicht nur der Name hat sich bei Big Sur geändert. Auch am Design und bei den Features hat Apple einige Änderungen vorgenommen. Die wichtigsten neuen Funktionen sind in diesem Video sehr gut zusammengefasst.

MacOS Big Sur und VECTORWORKS

Für die meisten unserer Kunden ist die wichtigste Frage, wie es mit der Kompatibilität mit VECTORWORKS aussieht. Die Entwickler haben bereits mit den ersten Betaversionen von Mac OS Big Sur ausführliche Tests betrieben und alle bekannten Probleme behoben.

Folgende Versionen von VECTORWORKS sind freigeben für MacOS Big Sur:

VECTORWORKS 2021jede Version
VECTORWORKS 2020ab Service Pack 5

VECTORWORKS 2019 und älter sind nicht kompatibel mit macOS 11 Big Sur! Für diese Versionen wird es auch keine weiteren Service Packs mehr geben.

Welche Programme sind mit macOS Big Sur inkompatibel?

Oft ist man sich gar nicht mehr bewußt, mit welchen Programmen man zu tun hat, weil man diese zum Beispiel nur selten benötigt. Inkompatible Drucker Dienstprogramme, Buchhaltungssoftware oder Ähnliches kann viel Ärger verursachen. Mit dem kostenlose Programm G064 kann man seinen Rechnern bereits vor dem Update nach inkompatiblen Anwendungen durchsuchen lassen. Go64 zeigt auch auch, ob einzelne Komponenten eines Programms nur 32bit Code zur Verfügung stehen.

Soll ich meinen Mac auf macOS 11 Big Sur updaten? 2

https://www.stclairsoft.com/Go64/

Die Installation eines macOS Update ist immer auch eine gute Gelegenheit, um den Programm Ordner ein wenig auszumisten. Welche Programme sind vielleicht sowieso überflüssig geworden. Mit was bin unzufrieden? Gibt es unter Umständen dafür eine bessere Lösung?

Welche Macs sind kompatibel mit macOS Big Sur?

Die Systemanforderungen von MacOS 11 sind moderat und das Betriebsystem lässt sich teilweise noch auf Rechner installieren, die im Jahr 2013 von Apple veröffentlicht worden sind. Ob das immer Sinn macht, ist eine andere Frage.

Diese Mac Modelle sind kompatibel mit macOS Big Sur:

  • MacBook (2015 oder neuer)
  • MacBook Air (2013 oder neuer)
  • MacBook Pro (Ende 2013 oder neuer)
  • Mac mini (2014 oder neuer)
  • iMac (2014 oder neuer)
  • iMac Pro (2017 oder neuer)
  • Mac Pro (2013 oder neuer)

Identifiziert werden kann ein Rechner immer ganz einfach über den Befehl „Über diesen Mac“, der mit Klick auf den Apfel links in der Ecke aufgerufen werden kann:

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Was ist bei einem macOS Update sonst noch zu beachten?

Jede macOS Installation sollte gut vorbereitet sein. Dazu zählt vor allem eine komplette Datensicherung. Weitere Tipps für ein macOS Update haben wir hier zusammengestellt.

Vorsicht bei geringem Festplattenspeicherplatz!

Beim Update auf macOS kommt es immer wieder zu Problemen, weil der Festplattenspeicher nicht ausreicht. Will man von macOS Catalina oder älter auf macOS Big Sur aktualisieren,  benötigt das neue Update mindestens 35,5 GB freien Speicherplatz . Bei den älteren Betriebssystemen ( bis MacOS X El Capitan ) sogar 44,5 GB freien Speicher. Der Installer selbst ist 13 GB groß, diesen Speicherplatz benötigt der Rechner bei der Installation zusätzlich.

Eigentlich sollte das Installationsprogramm den zu geringen Speicherplatz erkennen, doch das ist leider nicht der Fall. Die Installation startet und wird nicht abgeschlossen, weil sich der Mac im Boot-Prozess stehenbleibt sobald der freie Speicher ausgegangen ist. Das System meldet den Fehler „Beim Installieren des Updates ist ein Fehler aufgetreten“ ( „An error occurred preparing the software update“).